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Das graphische Werk

Espace H2O, du 4 mai au 4 juin, 15 h-19 h, gratuit

Diese einzigartige Ausstellung stellt das graphische Werk von Heinrich Campendonk und von Fritz Winter gegenüber und führt den Besucher so in die Welt sowohl des deutschen Expressionnismus als auch des „art informel” ein.

Heinrich Campendonk (1889-1957)

  • 1889 geboren in Krefeld
  • 1905 Ausbildung an der Kunstgewerbeschule Krefeld, Schüler Johan Thorn Prikkers
  • 1911 Ankunft in Sindelsdorf, Mitglied der Künstlergemeinschaft „Der Blaue Reiter“
  • 1916 Umzug und Weiterarbeit in Seeshaupt
  • 1923 Lehrauftrag an der Essener Kunstgewerbeschule
  • 1926 Professur für Wandmalerei, Glasmalerei und Mosaik an der Kunstakademie Düsseldorf
  • 1933 Exil in Belgien und den Niederlanden
  • 1935 Professur für Monumentalmalerei an der Rijksakademie Amsterdam
  • 1937 Vertritt als Künstler die Niederlande auf der Weltausstellung in Paris, sein Passionsfenster wird mit dem Grand Prix ausgezeichnet
  • 1957 verstirbt in Amsterdam

Quelle: www.museum-penzberg.de

Fritz Winter (1905-1976)

Am 22. September 1905 in Altenbögge/Westfalen geboren, begann Winter im Jahre 1919 zunächst eine Bergarbeiterlehre als Grubenelektriker in Ahlen. Neben seiner Tätigkeit als Bergmann besuchte er das dortige Realgymnasium. 1927 bewarb sich Fritz Winter auf Anraten seines damaligen Lehrers am Staatlichen Bauhaus in Dessau. Als Schüler von Paul Klee, Wassily Kandinsky und Oskar Schlemmer erreichte Winter eine zunehmende Eigenständigkeit in seinem künstlerischen Werk. Nach Abschluß des Studiums 1930 arbeitete Winter zusammen mit Naum Gabo in Berlin als freischaffender Künstler. Eine enge Freundschaft zu Ernst Ludwig Kirchner entstand. 1931 nahm Winter seine Lehrtätigkeit an der Pädagogischen Akademie in Halle a. d. Saale auf. Mit der nationalsozialistischen Machtübernahme 1933 wurde Winters Lehrauftrag entzogen. Er übersiedelte 1935 nach Diessen an den Ammersee in die „innere Emigration”. 1937 kam es zum Verbot seiner Malerei. Winter wurde 1939 in den ersten Kriegstagen eingezogen. Trotz dreimaliger Verwundung und Kriegsgefangenschaft überlebte Winter den Krieg. [...] 1955 erhielt Winter eine Professur an der Staatlichen Hochschule für Bildende Künste in Kassel. Winter gestaltete vielförmige Werke der abstrakten Malerei und wurde durch seine umfangreiche Schöpferkraft zu einem der bedeutendsten deutschen Maler der internationalen modernen Kunst. Zahlreiche nationale und internationale Auszeichnungen ehrten das Werk und den Künstler Fritz Winter, der am 1. Oktober 1976 in Herrsching am Ammersee verstarb.

Quelle: www.fritz-winter-haus.de