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Behinderung ist nicht unsichtbar

Im Rahmen des Internationalen Tages der Menschen mit Behinderung, der jedes Jahr am 3. Dezember stattfindet, hat die Stadt Differdingen versucht, eine Bestandsaufnahme der Situation in unserer Stadt zu erstellen. Denn auch wenn wir dazu neigen, Behinderungen mit Menschen im Rollstuhl zu assoziieren, kann eine Behinderung viele Formen annehmen. Diese zu kennen, ist ein wesentlicher Schritt, um die notwendigen Maßnahmen umzusetzen.

Aus diesem Grund hatte die Stadt Differdingen einen Fragebogen in französischer, deutscher und englischer Sprache online gestellt, der sich an alle Einwohner*innen der Stadt richtete. Ein Papierformular wurde ebenfalls an alle Haushalte verteilt.

767 von den eingegangenen Antworten waren gültig – eine repräsentative Zahl, denn wenn wir nur die von einer Behinderung betroffenen Menschen berücksichtigen, ist das jeder zweite.

69,49 % der Umfrageteilnehmer*innen gaben an, dass sie selbst oder ein Familienmitglied von einer Behinderung betroffen sind. Dies entspricht 5,12 % der Gesamtbevölkerung der Stadt. Laut WHO sind etwa 15 % der Weltbevölkerung von einer Behinderung betroffen. Es ist daher davon auszugehen, dass die tatsächliche Zahl in Differdingen höher ist als die in der Umfrage ermittelten 5,12 %.

Die Umfrage zeigt überdies, dass nur 2,14 % der Teilnehmer*innen angeben, Menschen mit Behinderungen zu begegnen, eine Zahl, die weit unter der tatsächlichen Anzahl von Menschen mit Behinderungen liegt.

Was also macht eine Behinderung unsichtbar?

  • Eine Behinderung sollte nicht auf Rollstühle reduziert werden.
  • Es wird geschätzt, dass 42,83 % der Bevölkerung eine Mehrfachbehinderung haben.
  • Fast 50% der Menschen mit Behinderungen haben kognitive Beeinträchtigungen, sind seh- oder hörbehindert oder leiden an nicht-motorischen Behinderungen. Diese Behinderungen sind schwieriger zu „sehen“.

Die Umfrage in Grafiken

Stellungnahme des Schöffenrates der Stadt Differdingen

 

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