Jetzt

Zentrum für intellektuelle Entwicklung

A- A+

Für wen?

Die Ursachen für eine geistige Behinderung oder eine geistige Entwicklungsstörung sind vielfältig: Chromosomenanomalien, genetische Erkrankungen, neurologische Probleme, Alltagsunfälle usw. Was auch immer die Ursache ist, die Person ist ein dauerhafter Träger einer geistigen Behinderung. Sie braucht dann möglicherweise geeignete Unterstützung und Anleitung, um ihre Autonomie, sozialen Interaktionen und individuellen Fähigkeiten zu entwickeln.

Das Zentrum für interlektuelle Entwicklung („Centre pour le développement intellectuel“,CDI) kümmert sich um Kinder und Jugendliche mit Störungen der geistigen Entwicklung. Dies ist gekennzeichnet durch:

  • ein Defizit an intellektuellen Funktionen, das sich in der Sprache, beim Lesen, bei den Zahlen, beim Regelverständnis, bei der Autonomie der persönlichen Betreuung äußern kann usw.,
  • ein Mangel an adaptiven Funktionen in den Aktivitäten des täglichen Lebens (Kommunikation, soziale Teilhabe, Unabhängigkeit usw.).

Die Diagnose einer geistigen Behinderung basiert sowohl auf klinischer Beurteilung als auch auf standardisierten Tests.

Wie?

Der psychopädagogische Fachansatz des CDI basiert auf einer individuellen Betreuung der betroffenen Kinder und Jugendlichen, d. h. der Erstellung von Fachdiagnosen, Bildung, Lehre, Qualifizierung und gegebenenfalls Umschulung und Überwachung.

Unter Bezugnahme auf den Lehrplan der Grundbildung und die allgemeinen Sekundarschulprogramme wird jedem/r Schüler*in ein individuelles Programm angeboten, das seinen/ihren Interessen, Fähigkeiten und spezifischen Bedürfnissen Rechnung trägt.

Die verwendeten Didaktiken und Methoden unterscheiden sich von denen der Mainstreambildung: Für Schüler*in mit einer geistige Entwicklungsstörung ist es wichtig, Lernprozesse in konkreten Kontexten im Verhältnis zu ihren Erfahrungen zu verankern.

Die Unterrichtseinheit des CDI bietet verschiedene Bildungsmöglichkeiten.

Je nach Bedarf können die Schüler*innen im Alter von 3 bis 16 Jahren folgende Möglichkeiten verfolgen:

  • ihre Schulbildung in der Grundschule/Gymnasium mit spezialisierten ambulanten Maßnahmen,
  • gemischte Schulbildung, d. h. Schulbildung in einer Klasse der Grundschule/Gymnasium und in einer Klasse des CDI,
  • ihre Schulbildung in einer CDI-Klasse (mit Verbleib in der Grundschule/im Gymnasium der Herkunft).

Am Ende der Schulpflicht können junge Menschen eine Ausbildung und eine Einführung in den praktische Berufs- und/oder Arbeitszyklus des CDI erhalten.

Die Aufgaben der Diagnose-, Beratungs- und Betreuungsabteilung sind:

  • die Kinder, Jugendlichen und Familien auf Anfrage zu beraten und zu besuchen,
  • eine spezialisierten Diagnose und Beratung über die Schulausbildung und Orientierung der angemeldeten Kinder und Jugendlichen zu entwickeln,
  • die Kinder, Jugendliche und Familien in schwierigen Schul- oder Familiensituationen zu unterstützen und zu betreuen,
  • die Übergangsberichte für Kinder und Jugendliche des CDI festzulegen,
  • die CDI-Mitarbeiter*innen (Intervision) zu beraten und Teams auf Wunsch zu begleiten,
  • die regionalen Zusammenarbeit (Netzwerk verschiedener Kompetenzzentren, Lehr-, Bildungs- und Betreuungsdienste usw.) zu koordinieren,
  • Coaching für Fachleute aus Schulen und Gymnasien anzubieten.

Die Mitglieder der Rehabilitations- und Therapieabteilung beteiligen sich an folgenden Arbeiten:

  • die Akteure der formalen und nicht-formalen Bildung für die Bedürfnisse von Kindern und Jugendlichen mit geistigen Behinderungen zu sensibilisieren,
  • zum Zeitpunkt der Diagnose die Bedürfnisse von Kindern und Jugendlichen zu ermitteln und in Zusammenarbeit mit den Beteiligten Prioritäten für die Maßnahmen festzulegen,
  • jedes Jahr in enger Zusammenarbeit mit den betroffenen Personen einen Behandlungsplan zu entwickeln und die Entwicklung des Kindes oder Jugendlichen zu bewerten,
  • angemeldete Kinder und Jugendliche zu betreuen und zu rehabilitieren und Rehabilitationstechniken an die individuellen Bedürfnisse anzupassen,
  • Lehrer*innen sowie das psychosoziale und pädagogische Personal bei der Betreuung von Kindern und Jugendlichen in Schwierigkeiten zu beraten,
  • sich an nationalen oder europäischen Kommissionen, Projekten oder Programmen, an der Entwicklung von spezifischem Material sowie an der Betreuung und Ausbildung von Praktikanten*innen zu beteiligen.

Das CDI wird hier im Land mit seinen sieben Zweigstellen eingesetzt:

  • Beles
  • Clerf
  • Differdingen
  • Echternach/Roodt/Syre
  • Luxemburg
  • Roeser/Rümelingen
  • Warken

Jede Zweigstelle, die von einer Geschäftsführung verwaltet wird, kann aus einer oder mehreren Förderschulen, Kohäsionsklassen in gewöhnlichen Schulen und regionalen Büros für Diagnose, Beratung, Betreuung und Therapien bestehen.

Von wem? 

Die Aufgaben des Zentrums für intellektuelle Entwicklung werden von einem multidisziplinären Team gewährleistet, das sich aus Fachpädagogen*innen, Lehrern*innen, diplomierten Erziehern*innen, Erziehern*innen, Krankenschwestern, Logopäden*innen, Psychomotorikern*innen, Ergotherapeuten*innen, Pädagogen*innen, Psychologen*innen, Sozialarbeitern*innen usw. zusammensetzt.

Administrative und technische Teams sorgen für den Betrieb.

Beratungsgespräche zwischen den verschiedenen Fachleuten gewährleisten eine effektive Betreuung von Kindern und Jugendlichen mit besonderem Bildungsbedarf.

Fachärzte für Kinderpsychiatrie und funktionelle Rehabilitation  arbeiten regelmäßig mit dem CDI zusammen.

 

Kontakt

Zweigstelle Differdingen
École Fousbann – Eingang 2
Place des Alliés
L-4508 Differdingen
T: 58 50 428

Nationale Direktion
17a, route de Longwy
L-8080 Bartringen
T: 26 44 44-1
E-Mail

 

Die Audiowiedergabe des Seiteninhalts ist aktiv.

Wiedergabe beenden