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Flüsse: Gemeinsam unseren Gewässern neues Leben einhauchen

Die Stadt Differdange beteiligt sich am grenzüberschreitenden Projekt „Rivières“, das vom Interreg-Programm „Große Region“ unterstützt wird. Drei Jahre lang werden zehn Partner aus Frankreich und Luxemburg ihre Kräfte bündeln, um die Flüsse Chiers, Crosnière und Moulaine besser kennenzulernen, zu erhalten und aufzuwerten.

Ein gemeinsames Kulturerbe, eine neue Herausforderung

Die Flüsse, die unsere Region durchqueren, erzählen einen wichtigen Teil unserer Geschichte. Lange Zeit waren sie mit der industriellen Entwicklung des Bergbaugebiets verbunden, prägten die Landschaften, begleiteten das Wachstum der Gemeinden und trugen zur wirtschaftlichen Aktivität der Region bei.

Heute stehen sie im Mittelpunkt einer neuen Herausforderung: der ökologischen Wende und der Anpassung an den Klimawandel. Vor diesem Hintergrund wurde das Projekt Rivières ins Leben gerufen, das vom grenzüberschreitenden Naturraum (TNT) Chiers-Alzette getragen wird.

Das Projekt betrifft 22 Gemeinden (Grand Longwy und Differdange), fast 94.000 Einwohner und 42 km Fließgewässer. Die Maßnahmen werden bis 2028 durchgeführt.

Flüsse, die uns verbinden

Flüsse kennen keine Verwaltungsgrenzen: Sie verbinden auf natürliche Weise die Bewohner auf beiden Seiten der Grenze.

Bei der Pressekonferenz zum Projektstart wies Bürgermeister Guy Altmeisch auf die Tragweite dieser Initiative hin:

Unsere gemeinsame Geschichte, die des TNT, begann 2017 mit einem Umweltkampf gegen den Betrieb einer Deponie am Rande eines Naturschutzgebiets. Heute ermöglicht uns das Projekt „Rivières“, unsere Verbindungen zu stärken und eine gemeinsame Vision für unsere Flüsse zu entwickeln: vom Nebeneinander zum Miteinander.

Maßnahmen für die Umwelt und die Bewohner

Das Projekt verfolgt drei große Ziele: die Zusammenarbeit zwischen Verwaltern und Kommunen zu stärken, die Bürger für den Gewässerschutz zu sensibilisieren und die Gewässer als Orte der Entdeckung und der sanften Mobilität aufzuwerten.

Konkret werden in den kommenden Jahren mehrere Maßnahmen umgesetzt:

  • Die Schaffung einer grenzüberschreitenden Wasserbewirtschaftung;
  • Ökologische Bestandsaufnahmen und Maßnahmen zur Gewässerbewirtschaftung;
  • Pädagogische Aktivitäten für Schulen;
  • Eine Sensibilisierungskampagne unter Einbeziehung der Kinder-Gemeinderäte;
  • Wasser als zentrales Thema der Tagung zur ökologischen Wende im Großraum Longwy im Jahr 2027;
  • Das Wasserfestival im Jahr 2028;
  • Die Sanierung und Erweiterung der Lehrpfade rund um die Crosnière in Lasauvage;
  • Die Errichtung einer grenzüberschreitenden Fußgängerbrücke für den sanften Verkehr zwischen Differdange und Hussigny-Godbrange.

Die Jugend im Mittelpunkt des Projekts

Einer der innovativsten Aspekte von „Rivières“ ist die Einbindung der jungen Generationen. Ein grenzüberschreitender Bildungsraum zu Lande wird eine Schule aus Differdange und eine französische Schule miteinander verbinden: Die Schüler werden direkt an der Beobachtung, dem Verständnis und der Bewirtschaftung eines Naturraums in der Nähe ihrer Schulen mitwirken.

Mit seinen ökologischen, pädagogischen und bürgerschaftlichen Dimensionen verdeutlicht das Projekt „Rivières“ das Ziel der Stadt Differdange: den Aufbau einer widerstandsfähigeren, nachhaltigeren und solidarischeren Region, in der die grenzüberschreitende Zusammenarbeit zu einem Motor für die Verbesserung der Lebensqualität wird.

Das Projekt „Rivières“ in Zahlen

| 10 | französisch-luxemburgische Partner |
| 42 km | Flüsse |
| 2,44 Millionen Euro | Budget |
| 94.000 | begünstigte Einwohner |
| 900 | am pädagogischen Aktionsplan beteiligte Schüler |