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Miami University Dolibois European Center

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Das „Miami University Dolibois European Center“ (MUDEC) wurde 1968 gegründet und ist damit eines der ältesten und etabliertesten Studienprogramme in den USA. Seit 1997 befindet es sich in Differdingen. Das Zentrum wird von Raymond Manes, dem geschäftsführenden Direktor, geleitet. Er wird von Dr. Stephanie Shaheen, der stellvertretenden Direktorin, unterstützt, die für Student*innen und akademische Dienstleistungen zuständig ist.

Pro Semester nehmen rund 100 Studierende am Programm teil, während des Sommerprogramms rund 40. Die Schüler*innen werden ermutigt, sich mit der lokalen Gemeinschaft zu beschäftigen und innerhalb Europas zu reisen. Sie werden in Gastfamilien untergebracht, was es ihnen ermöglicht, Vielfalt und Leben in Differdingen zu erleben.

MUDEC bietet auch Stipendien für in Luxemburg ansässige Student*innen an, um an der Miami University in Ohio zu studieren.

John E. Dolibois

Das Zentrum ist nach John E. Dolibois benannt, der aus Bonneweg stammt. Dolibois wanderte 1931 als Kind in die Vereinigten Staaten aus, studierte in Miami und diente im Zweiten Weltkrieg in der US-Armee und war während der Nürnberger Prozesse Verhörer von Nazi-Kriegsverbrechern. Später wurde er Botschafter der Vereinigten Staaten im Großherzogtum. Die MUDEC befand sich ursprünglich in der Hauptstadt und zog 1997 an seinen heutigen Standort, ins Schloss von Differdingen, um.


 

Die Legende des Schlosses von Differdingen

Vor vielen hundert Jahren stand auf dem Zolverknapp eine Ritterburg. In dieser Burg hauste der Graf Alexander mit seinen Mannen. Nicht weit vom Zolverknapp, in der Nähe von Beles, ragt hoch in die Lüfte eine bewaldete Bergkuppe. Hier wohnt zu derselben Zeit ein mächtiger Raubritter, Tara mit Namen. Die beiden Nachbarn beherrschten die Gegend und lagen miteinander in beständiger Fehde. So geschah es eines Tages, dass Alexander, in offener Schlacht besiegt, vor dem ihn verfolgenden Feinde in seine Burg flüchten musste. Trotz verzweifelter Gegenwehr musste er sich mit seiner ganzen Mannschaft ergeben. Nur seiner Gemahlin wurde auf ihr Flehen und Bitten freier Abzug gestattet mit der Erlaubnis, so viele wertvolle Schätze mitzunehmen, wie ihr Esel und sie selbst auf dem Rücken fortzutragen vermöchte, unter der Bedingung jedoch, dass sie sich an der Stelle ansiedeln müssten, wo sie, von Müdigkeit erschöpft, niedersinken würden. Da gab es ein Schaffen und Rennen in der Burg! Als alle Vorbereitungen zur Abreise getroffen waren, nahm die Gräfin die teuerste Last – ihren Gemahl – auf die Schultern und trieb den unter der schweren Last keuchenden Esel vor sich hin, in der Richtung nach dem Orte, wo heute Differdingen liegt. Als sie auf der morastigen Wiese angelangt waren, wo vor Jahren noch die Mühle des genannten Dorfes stand, fing der Esel an zu versinken. Erschreckt und aus Besorgnis, an diesem morastigen Platz wohnen zu müssen, feuerte die Frau das Tier unter Geschrei an, und nur mit unsäglicher Mühe gelang es beiden, noch eine kleine Strecke aufwärts auf einen Hügel zu gelangen. Hier erbaute die Herrschaft ein Schloss, dasselbe, welches sich unter dem Namen Differdinger Schloss bis auf unsere Tage erhalten hat.

Die Legende als PDF

 

Kontakt

Schloss von Differdingen
1, Impasse du Château
L-4524 Differdingen
T: 5822-22-1
luxembourg@miamioh.edu  | www.miamioh.edu/luxembourg

 

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